Moses Foster: Ein Künstler als Lehrer*

Zum Weltlehrertag am 5. Oktober: Warum der Künstler Moses Foster als Lehrkraft an die Cologne International School – Internationale Friedensschule Köln wechselt 

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Der Maler Moses Foster lehrt Kunst an der Cologne International School – Internationale Friedensschule Köln. Quelle: Stefania Tassone (bei Verwendung bitte angeben)

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Köln, 30. September 2020. Er wechselt vom Atelier in den Klassenraum: der Kölner Maler Moses Foster. Seit dem 21. September 2020 nimmt er Pinsel und Leinwand mit in die Schule. So steht ein Künstler als Lehrer vor Schülerinnen und Schülern der Cologne International School – Internationale Friedensschule Köln. Mit seinem modernen Zugang zur Kunst wird Moses Foster in der Widdersdorfer Privatschule künftig nicht nur unterrichten. Auch den Schulcampus wird er gemeinsam mit Werken der Schülerinnen und Schüler sowie Kölner Künstlerinnen und Künstlern gestalten. Anlässlich des Weltlehrertags am 5. Oktober erklärt der gebürtige US-Amerikaner, was er am Lehrberuf spannend findet – und was er seinen Schützlingen mit auf den Weg geben möchte.

Sie wechseln vom Atelier ins Klassenzimmer: Was reizt Sie als Künstler
am Lehrberuf?

Moses Foster: Es ist vor allem meine eigene Erfahrung als Kunstschüler, die mich motiviert. Ich hatte früher oft das Gefühl, dass die Lehrkräfte meine Generation und unsere Bedürfnisse als Jugendliche nicht verstanden haben. Lehre besteht aus so viel mehr als dem bloßen Vermitteln von Techniken und Wissen. Ich möchte den jungen Menschen helfen, sich mit ihren Werten und Einstellungen in dieser komplexen Welt zurecht zu finden. Und vor allem möchte ich den Schülerinnen und Schülern in Widdersdorf unter anderem vermitteln, immer neugierig zu bleiben – weit über Schulprojekte und Lernmaterialien hinaus. Ich freue mich auch sehr auf den Austausch mit den jungen, kreativen Menschen, den Input von außen und darauf, ebenfalls viel Neues lernen zu können.

Warum haben Sie sich für die Cologne International School –
Internationale Friedensschule Köln entschieden?

Moses Foster: Was mich an dieser Schule interessiert, steckt schon in ihrem Namen: „Frieden“. Die Schule heißt Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und sehr vielfältigen Hintergründen aus der ganzen Welt willkommen. Das spricht mich als US-Amerikaner mit multikulturellem Hintergrund besonders an. Auf der Suche nach Inspiration habe ich Europa und die Welt bereist und halte den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen und gegenseitige Annäherung für enorm wichtig. Das Konzept der Schule spiegelt meine innersten Werte als Künstler wider und ich freue mich darauf, diese mit den Schülerinnen und Schülern zu teilen. Die Frage nach Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit ist dabei
nur eines von vielen Themen, die mich persönlich beschäftigen.

Wie wird Ihr erstes Projekt mit den Schülerinnen und Schülern aussehen?

Moses Foster: Schon Oscar Wilde sagte, dass ein Porträt nicht das Modell widerspiegelt, sondern den Künstler selbst. Kunst bedeutet in erster Linie, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Gleichzeitig müssen Künstlerinnen und Künstler damit leben, dass andere Menschen über ihr Kunstwerk Zugang zu ihren innersten Gedanken und Gefühlen erlangen. Das erfordert auch Mut. Mit dem ersten Projekt lade ich die Schülerinnen und Schüler auf unsere gemeinsame Reise ein. Ich möchte sie ermutigen, nach innen zu schauen und ihre Gefühle auszudrücken. Am Ende geht es darum, Selbstbewusstsein für den weiteren Lebensweg aufzubauen. 

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Der Maler Moses Foster lehrt Kunst an der Cologne International School – Internationale Friedensschule Köln. Quelle: Stefania Tassone (bei Verwendung bitte angeben)

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Moses Foster startet die ersten Projekte mit den Schülerinnen und Schülern der Cologne International School – Internationale Friedensschule Köln. Quelle: Stefania Tassone (bei Verwendung bitte angeben)

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