Gemeinsam das Lernen fürs Leben lernen: Schulleitung im Team – wir zeigen wie es geht

Ausprobieren, die Perspektive wechseln, gemeinschaftlich entwickeln – vier Lehrerinnen der Cologne International School – Internationale Friedensschule Köln teilen sich die Schulleitung und setzen erfolgreich das ganzheitliche internationale Lernkonzept “Primary Years Programme” (PYP) um

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Gemeinsam das Lernen für Leben lernen

V.l.: Susanne Meissler, Britta Grothues, Leonie Julien und Sara Thesen teilen sich die Schulleitung der Grundschule an der Cologne International School – Internationale Friedensschule Köln. Sie leben Schülerinnen und Schülern das Konzept „Lernen zu lernen“ vor. Quelle: Stefania Tassone (bei Verwendung bitte angeben)

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Köln, 29.09.2021. Sie teilen sich zu viert eine Führungsposition und leben damit genau das, was sie unterrichten: Gemeinsam das Lernen fürs Leben lernen. Britta Grothues, Leonie Julien, Susanne Meissler und Sara Thesen gehen davon aus, dass Leitungsaufgaben bei komplexeren Systemen oft besser im Team als von Einzelkämpfern erfüllt werden können. Daher sind sie neben anderen Aufgaben jeweils zu einem Viertel Schulleiterinnen der Grundschule der Cologne International School – Internationale Friedensschule Köln (CIS/IFK). Damit setzen sie gemeinsam das um, was sie ihren Schülerinnen und Schülern mitgeben möchten: Austauschen, zuhören und fragen, sich selbst reflektieren, auch andere Meinungen aushalten und dann durch gemeinsame Entwicklung und Gestaltung zu einem Ergebnis kommen. Die offiziell berufene Schulleiterin, Susanne Meissler, sieht sich dabei als gleichberechtigtes Mitglied dieses durchaus heterogenen Teams.

Leonie Julien ist eine der vier Teilzeit-Schulleiterinnen und davon überzeugt: Das Lernen gilt es zu lernen. Dann bleibt es spannend und es hört nie auf. Im Gespräch erzählt sie, wie es dazu kam, sich den Posten mit drei anderen Frauen zu teilen und was sie an dem Konzept „Lernen zu lernen“ überzeugt.

Frau Julien, Sie teilen sich neben Ihrer Tätigkeit als Lehrerin zusätzlich noch mit drei Kolleginnen den Job der Schulleitung. Das ist ungewöhnlich – wie kam es dazu?

Leonie Julien: Als vor rund drei Jahren die Position vakant wurde, haben wir gemerkt, dass wir zu viert viel mehr Erfahrung einbringen, als das jede von uns alleine. Dadurch, dass wir vier Kolleginnen mit unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen sind, können wir viele verschiedene Aspekte und Perspektiven in Diskussionen mit einbringen und kommen so zu Ergebnissen, die die Bandbreite der Internationalität unserer Schule besser repräsentieren. Darüber hinaus ist die Leitung einer Grundschule sehr viel Arbeit – wir sind ganz zufrieden damit, diese auf acht Schultern zu verteilen.

Als Teil des Grundschulleitungs-Teams arbeiten Sie auch an ganzheitlichen Lernkonzepten und als PYP-Koordinatorin. Was bedeutet das?

Leonie Julien: PYP steht für das International Baccalaureate Primary-Years-Programme und ist ein anerkanntes Lehr- und Lernkonzept, das in vielen internationalen Grundschulen auf der ganzen Welt eingesetzt wird. Beim PYP handelt es sich um einen ganzheitlichen Lernansatz. Damit geben wir unseren Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zu lernen, wie man reflektiert, offen und umsichtig handelt. Das soll ihnen dabei helfen, zu interkulturell denkenden, respektvollen Menschen heranzuwachsen. Konkret sieht das beispielsweise so aus: Es gibt unter anderem immer sechs Wochen lang ein Oberthema für alle Fächer. Unser letztes Thema hieß „Sharing the planet“, wir teilen uns also alle einen Planeten. Dieses Thema zieht sich von Deutsch über Englisch bis hin zu Mathe und Kunst in alle Fächer. So betrachten wir ein Thema in dieser Zeit unter den verschiedensten Facetten.

Das PYP stellt eine Ergänzung zum NRW Curriculum dar, welches, wie in den anderen Schulen in NRW, die Grundlage unseres Unterrichts bildet.

Ein weiterer Schwerpunkt bei Ihnen ist das Lernen lernen. Was verstehen Sie darunter?

Leonie Julien: Unsere Prämisse ist, dass die Schülerinnen und Schüler selber den Prozess ihres eigenen Lernens bewusst erleben, gestalten und reflektieren. Das können sie zum Beispiel tun, indem sie sich fragen: Wie lerne ich eigentlich: Immer mit einer anderen Person, in der Gruppe oder eher allein? Und wenn ich mit einer anderen Person lerne, warum tue ich das – zum Beispiel, um der Person zu helfen oder um mir helfen zu lassen? Im nächsten Schritt probiert dieses Kind dann vielleicht einmal aus, wie es ist, allein zu lernen. Dasselbe gilt natürlich auch umgekehrt: Ein Kind, das merkt, dass es immer alleine lernt, wird vielleicht einmal ausprobieren, in der Gruppe zu arbeiten. Ein Schüler, der immer im Liegen arbeitet, setzt sich vielleicht einmal auf einen Stuhl und die Schülerin, die immer in ihrem Zimmer sitzt, legt sich vielleicht zum Lernen einmal in den Garten.

Ausprobieren ist das Zauberwort?

Leonie Julien: Ja, eines davon. Indem die Kinder ausprobieren, die Perspektive wechseln, lernen sie sich selber besser kennen, erfahren mehr über ihre Motive und Bedürfnisse. Sie lernen, dass es unterschiedliche Sichtweisen gibt, dass sie verschiedene Erfahrungen machen können und ihnen manches besser liegt als anderes. Ein Prozess, der sie am Ende auch dazu befähigt, selbständig zu denken und auch zu lernen. Nicht nur in der Schule.

Inwiefern hilft Ihnen die internationale Ausrichtung der CIS/IFK?

Leonie Julien: Dadurch, dass die CIS/IFK eine internationale Schule ist, gibt es hier immer wieder Schülerinnen und Schüler, die das PYP-Konzept bereits aus anderen Schulen der Welt kennen und leben. Der ganzheitliche Ansatz, die Ideen vom Lernen lernen, ist überall auf der Welt gleich.

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Keywords: Cologne International School, Internationale Friedensschule Köln, Köln, Primary Years Programme, PYP, Lernkonzept

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Das Lernen für Leben lernen

V.l.: Susanne Meissler, Britta Grothues, Leonie Julien und Sara Thesen teilen sich die Schulleitung der Grundschule an der Cologne International School – Internationale Friedensschule Köln. Sie leben Schülerinnen und Schülern das Konzept „Lernen zu lernen“ vor.

Quelle: Stefania Tassone (bei Verwendung bitte angeben)

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Das Lernen fürs Leben lernen

Schülerinnen und Schüler der Cologne International School – Internationale Friedensschule Köln lernen das Lernen fürs Leben.

Quelle: Stefania Tassone (bei Verwendung bitte angeben)

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